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Routinen

Routine – ein in Organisationen und Teams gebräuchlicher Begriff für eine stabile Struktur – haben bisweilen einen schlechten Ruf. Dabei setzen Veränderungen immer eine Struktur voraus, an Hand derer man Neues oder Anderes überhaupt tun und beobachten kann. Wovon sollte sich das Neue unterscheiden, wenn nicht von Routinen, auf die man sich verlassen kann? Routinen sind gerade dann besonders wichtig, wenn sich etwas verändern soll. Will ein System vieles gleichzeitig zu schnell ändern, ist das der sichere Weg zum Scheitern.

Wer Neues anstrebt, soll klären, was gleich bleiben soll.

Sonst tilgt ein System zu viel geordnete Komplexität und schafft ungeordnete Komplexität, die sich nicht rasch genug in eine neue Struktur überführen lässt.
Routinen greifen zudem häufig ineinander, sind also relativ fest miteinander gekoppelt. Selten lassen sich in Organisationen Routinen ändern, ohne das viele andere Routinen, die man gar nicht im Blick hatte, plötzlich ihren Anschluss verlieren. IT-Änderungen sind dafür legendär.

Routinen sind zudem ein „Ort“ an dem sich psychische, teamseitige und organisationale Erwartungen und Gewohnheiten „treffen“. Das führt dazu, das die Verbesserung für die Organisation durchaus (ausschließlich) Verschlechterungen für das Personal oder Teams mit sich bringen kann (und umgekehrt). Auch das ist ein Grund, warum Änderungen ohne Konflikte abgehen.



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