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Rationalität und Verengung

Rationales Vorgehen setzt sich (attraktive) Ziele. Das führt sofort zu einer Verengung der Wahrnehmung, der Resonanzbereitschaft und der Aktivitäten in Richtung des Ziels. Der problematische Aspekte daran – und nur um diesen geht es an der Stelle – ist, dass die Umwelt ist immer viel- und mehrdeutig ist. Bestehen nun Ziele, mit denen ein System stark identifiziert ist, werden all jene Phänomene in der Umwelt als Informationen herausgefiltert, die in einem Bezug zu dem Ziel stehen, also es fördern oder behindern. So droht Wichtiges, was mit dem Ziel nichts zu tun hat, übersehen zu werden. Man hat den Trainingsplan für den Marathonlauf eingehalten und nicht bemerkt, dass die Frau ausgezogen ist.

Daran kann man erkennen, dass Ziele in der Regel die Fähigkeiten abrufen, die ein System schon hat (Sportlichkeit). Nicht zuletzt deshalb werden Ziele in der Regel ausgewählt, das ist sehr rational. Das sitzt aber zum einen dem Irrtum auf, dass man das, was man gut kann, auch will. Zum anderen führt es zu einer Verarmung und damit zu einem Verlust an Robustheit und Improvisationsfähigkeit des Systems. Schlussendlich werden Fähigkeiten, die ebenfalls sehr wichtig wären ( in unserem Beispiel etwa Empathiefähigkeit und Nähekompetenzen), nicht ausgebaut.



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