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Planung

Planung ist eine der Hauptaktivitäten in Organisationen. Sie ist normal und allgegenwärtig. Sie beschäftigt sich meist mit der gegenwärtigen Zukunft, also mit dem Versuch, die Zukunft so werden zu lassen, wie man es (heute) möchte. Die zukünftige Gegenwart, also das, was morgen und übermorgen wirklich passiert, kommt in Planungen als Störung, als Unverhofftes, als Unerwünschtes vor. Im guten Fall hat man auch einen Plan B, wenn Plan A nicht aufgeht.

Planung hat einige wichtige Implikate:

  1. Die Kompetenz ein passendes Ziel zu wählen, ist vorhanden.
  2. Die Zukunft ist durch Handlungen gestaltbar (oder beherrschbar).
  3. Es liegen ausreichend Informationen vor, um angemessen zu planen.
  4. Die Kompetenzen für die Umsetzung des Plans liegen vor oder können aufgebaut werden und werden auch eingesetzt.
  5. Die Einflüsse, die auf den Plan einwirken, sind bekannt und kontrollierbar.
  6. Alle, die für den Plan benötigt werden, stimmen ihm zu und füllen die Rolle aus, die für sie vorgesehen ist.
  7. Planabweichungen werden bemerkt und können behoben werden.

Keines dieser Implikate ist trivial. Daher ist Planung eine enorm störanfällige Form des Umgangs mit Zukunft. Ohne Planung können Organisationen nicht existieren. Darum hängt so viel von der Form der Planung und möglichen Alternativen der Steuerung ab.