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Näheinkompetenz und Führung

Wer als Führungskraft nicht auf das Nähebedürfnis der Mitarbeiter eingehen kann, weil er menschlich nicht nahbar ist, abwesend ist oder nur schriftlich kommuniziert, demotiviert sie chronisch. Mitarbeiter wollen mit ihrem Chef ohne Angst reden können, sie wollen ihr Herz ausschütten, sich verstanden fühlen und nicht nur benutzt. Sie wollen mit Takt und Achtsamkeit behandelt werden, und wenn Fehler passieren, wollen sie darüber sprechen können, ohne dass das die Bindung beeinträchtigt. Führungskräfte mit Näheinkompetenz erzeugen Angst, übertriebene Vorsicht, reduzieren den Informationsfluss von unten nach oben, erfahren spät oder gar nicht von Fehlern und können daher (zu) spät reagieren. Sie risikieren hohe Personalfluktuation und ziehen Mitarbeiter an, die ihrerseits Näheprobleme haben. Dies führt sekundär zu schlechtem Zusammenhalt im Team und ermutigt indirekt zu Machtkämpfen und Binnenkonflikten, von denen die Führungskraft wenig mitbekommt oder sich nicht drum kümmert.



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