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Lösungsorientierung

Lösungsorientiert ist leider ein beliebtes Werbewort in der Beraterbranche geworden. Leider deshalb, weil damit Erkenntnisse, die in der Psychologie über lange Zeit erarbeitet wurden, als unnütz, ineffizient und veraltet etikettiert wurden. Stattdessen wird oft eine Scheineinfachheit als Alternative angeboten, die Klienten mehr schaden als nützen kann. Was eine Lösung darstellt, ist hochgradig beobachterabhängig. Damit ist es aber insbesondere im Hinblick auf die inneren Repräsentanzen im Klienten selbst so, dass das, was für den einen „Seelenteil“ eine Lösung ist, sich für die andere Seite im Klienten als eine Katastrophe erweist. Darum ist es so wichtig, zunächst die im Spiel befindlichen Repräsentanzen des Klienten herauszuarbeiten, bevor man an eine Lösung denkt. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Berater sich mit einem Teil des Klienten verbündet und für den anderen Teil das Leben noch schwerer macht, als es sowieso schon ist, sehr hoch.



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