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Körper „lesen“

Diese Theorie bewegt sich jenseits einer Körper-Seele-Trennung. Sie versteht – systemtheoretisch unabdingbar – Körper und Seele als zwei unterschiedliche Systeme, die strikt gekoppelt sind. Für den Zweck des Verstehens von Veränderungsprozessen ist hier wesentlich: Der Körper muss auf seelische Prozesse reagieren und umgekehrt. Daher sind körperliche Ausdrucksweisen ein Signal, das Informationen über seelisches Erleben anbietet. Die Seele teilt sich über Sprache und Körpersprache mit. Daher ist auch der jeweilige Zustand des Körpers ein Ausdruck der Dynamik der Seele.

Dies ist die theoretische Grundlage dafür, dass es in Beratungen immer wieder nötig ist, Informationen, die sich aus der körperlichen Verfasstheit des Klienten ableiten lassen, in den Dialog einzubringen. Es ist schwer vorstellbar, dass jemand seelisch von Selbstakzeptanz geprägt ist und körperlich verwahrlost ist oder dass jemand körperlich steif und hart ist und seelisch frei und gelöst. Auch wenn es konkret nicht so trivial und einfach ist – das Prinzip stimmt und ist für jede Form der Beratung wichtig.



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