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Intuition

Intuition ist eine Form des Erkennens und damit eine Grundlage des Verstehens. Je komplexer eine Situation ist und mit je weniger Informationen man auskommen muss, desto weniger ist die Verstehenstechnik „Analyse“ angemessen, und desto mehr braucht es Intuition. Nun gilt im wissenschaftlichen Kontext Intuition als eher verdächtig, weil undurchschaubar, nicht objektivierbar, nicht lehrbar und nicht überprüfbar. Verstehen von psychodynamischen und kommunikativen Phänomenen ist aber nie objektiv und nie überprüfbar. Diese Form des Wissens ist personen- und gegenwartsbezogen. Es beruht auf Wahrnehmung, nicht auf Herleitung – und die Informationsbearbeitung erfolgt implizit: Plötzlich weiß ich etwas! Das ist bisweilen als „Vorurteil“ diffamiert. Im Kontext Beratung ist Intuition allerdings eine wichtige Erkenntnisquelle. Wie alles kann jedoch auch dieser Vorgang irren. Darum muss Intuition trainiert und geübt werden, sie muss durch Selbsterfahrung enttrübt sein (sonst sagen meine Intuitionen mehr über mich als über irgendetwas anderes etwas aus). Doch wer als Berater nur mit Informationen arbeitet, läuft – besser gesagt hüpft – nur auf einem Bein.



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