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Ersatzbedürfnisstrategien

Das mangelnde Auseinanderhalten von Bedürfnissen und Ersatzbedürfnissen ist einer der häufigsten Fehler, die in der Beratungsliteratur zu beobachten sind. Ein Beispiel: „Ich möchte erfolgreicher, sicherer, beliebter etc. werden“. Bei allem was Menschen wollen, gilt es zu untersuchen, welche Funktion etwas hat. Ersatzbedürfnisse kennzeichnen sich dadurch, dass sie etwas vermeiden. Wer Angst vor Nähe hat, sucht stattdessen vielleicht Bewunderung, wer sich minderwertig fühlt, der sucht Erfolg und Macht, wer Angst vor dem Scheitern hat, bleibt zuhause, wer Angst vor Zurückweisung hat, macht sich unentbehrlich. „Wofür brauchen Sie das? Warum ist Ihnen das wichtig? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie es hätten?“ Derartige Fragetechniken helfen die Funktion von Anliegen und Zielen von Klienten zu erforschen. Ziele, die Ängste beruhigen, sollten dazu führen, dass die Ängste bearbeitet werden und nicht dazu, diese Ziele zu erreichen. Deshalb braucht der Berater ein klares Konzept von Bedürfnisregulation, will er den Klienten nicht falsch weil bezugsrahmenkonform, beraten. Am Ende ist der Klient sonst mit Hilfe von Beratung an seinem Ziel und alle wundern sich, warum er nicht zufrieden ist. Zufrieden macht nur die Regulation von Bedürfnisse, aber nicht die Regulation von Ersatzbedürfnissen.



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