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Erregungslevel und Mobilisierung

„Ja …, eigentlich möchte ich schon…“. In der Bearbeitung der Bedürfnisregulation spielt es eine große Rolle, wie viel Kraft, wie viel Eindeutigkeit, wie viel innere Erregung, wie viel organismische Mobilisierung „hinter“ das Bedürfnis gesetzt wird. Kleine Kinder tun das meist ganz selbstverständlich: „Ich möchte ein Eis!“, „Nein“, „Ich will aber!“, „Nein, nicht vor dem Essen!“, „Ich habe aber jetzt Lust auf Eis!“, „Nein“, „Mein Freund Lukas bekommt aber auch vor dem Essen eins!“ usw.. Wenn Klienten ein Bedürfnis wieder erlangen wollen, braucht es oft auch die Bereitschaft Energie zu mobilisieren. Sonst gibt man es gleich beim ersten „Nein“ wieder auf. Beratungstechnisch bedeutet dies, dass man darauf achten muss, wie viel seiner Kraft der Klient investiert oder zurückhält. Die kurze Frage: „Und wie viel Prozent Ihrer Kraft steckt gerade eben in Ihrer Stimme?“ reicht oft schon, um die Aufmerksamkeit des Klienten darauf zu legen, dass gerade mehr Reh als Löwe im Spiel war.



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