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Einzigartigkeitsinkompetenz und Führung

Wer seine Mitarbeiter in ihrer Einzigartigkeit nicht würdigen kann, will meist selbst alle Bewunderung für sich: Mitarbeiter erarbeiten eine Präsentation, und der Chef setzt anschließend seinen Namen auf die Folien und trägt sie vor! Wer als Vorgesetzter selbst nicht weiß, wer er ist und wofür er geliebt werden könnte, für den sind Führungspositionen hoch attraktiv. Sie ersetzen die fehlende Identität – prominente Rolle statt ein in der Wahrnehmung verankertes Selbstbild. Der damit einhergehende Mangel an Empathie (wer sich selbst nicht fühlen kann, kann auch nicht mit anderen schwingen) führt zu schwerwiegenden Defiziten in der Ausübung der Rolle.

Die Mitarbeiter spalten sich in Ja-Sager und den Rest. Sie verbergen die eigene Kompetenz, um den Neid der Führungskraft nicht zu erregen bzw. lassen sich ausbeuten in der Hoffnung auf spätere Belohnung. Da sie keine situationsgerechte Unterstützung bekommen entstehen Fehler, Minderleistung und Realitätsverlust („Das schafft ihr schon noch!“).

Für Berater gilt es, auch in milderen Formen solche Phänomene ernst zu nehmen und zu erforschen, welche inneren Nöte des Vorgesetzten seinem Verhalten zugrunde liegen.



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