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Distanz in Paarbeziehungen

Ohne Distanz wird Beziehung zum Korsett. Nicht zuletzt daran scheitern viele. Im Klischee gesprochen: Der eine macht sich zuständig für Nähe und verfolgt, der andere für die Distanz und entzieht sich. Der eine ist frustriert, der andere genervt. In einer Beziehung auch allein etwas zu unternehmen, ist wichtig, nicht etwa ein Merkmal, dass etwas nicht stimmt. Dies ist ganz wichtig zu unterscheiden von der Art von Distanz, die Menschen suchen, wenn sie Angst vor Nähe haben. Den Unterschied kann man meist am Verabschieden und Wiederkommen beobachten.

Bei Angst vor Nähe wird aus Abschied eher Flucht und beim Wiederkommen eher Verschlossenheit. Wer aus der Distanz auf den Nähe-Pol der Bindung zurückwechselt, ist offen, empfänglich, erzählt, fragt und hört zu. Wer vom Nähe-Pol in die Distanz geht, vermisst den anderen, denkt gelegentlich an ihn, freut sich auf die Rückkehr und den kommenden Austausch. Bindung in Form von Distanz ist die Sicherheit, dass der andere innerlich präsent bleibt, wenn man alleine dem nachgeht, was man möchte.



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