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Clan-Struktur

Kombiniert man den Nähe-Pol, den Sicherheits-Pol und den Einzigartigkeits-Pol entwickeln sich Teams mit einer Clan-Struktur. Anders als in Familienstrukturen steht hier die Bedeutung des Teams massiv im Vordergrund. Wer einem Mitglied etwas tut, hat alle zum Feind! Die Bereitschaft und die Verpflichtung bedingungslos füreinander einzustehen, ist oft eindrucksvoll. Damit sinken aber auch der Handlungsspielraum und die Abwägungsmöglichkeiten für den Einzelnen stark.

In Organisationen findet man solche Muster dann, wenn der Organisationszweck hoch mit Idealen, Werten und Identifikationsmöglichkeiten aufgeladen ist („Wir kämpfen alle für ein Ziel!“). Diese finden sich eher in nicht-wirtschaftlichen Kontexten wie der Ökologiebewegung, Hacker-Gruppen oder politischen Kontexten.

Die Erwartung an den Zusammenhalt ist ebenso hoch wie die Bedeutung, die jeder Einzelne für das Team hat. Man lässt sich nicht im Stich, man kann sich aufeinander verlassen, man teilt gemeinsame Überzeugungen und toleriert nicht, wenn Einzelne davon abweichen wollen. Man hat sich einer Sache verschrieben

In extremen Ausprägungen gerät die Nähe zur Sippenhaft („Einer für alle, alle für Einen!“). Die Sicherheit wird zum Zwang sich bedingungslos zu öffnen und keine Geheimnisse voreinander zu haben (Seelenstriptease vor der Gruppe!) und die Einzigartigkeit führt zu tollkühnen und aussichtslosen Aktionen.



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