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Changeparadox der Kommunikation

Um Lernen (=Change) zu rechtfertigen, braucht es in Organisationen überzeugende Begründungen.

Das geschieht meistens dadurch, dass die aus der Vergangenheit kommenden bestehenden Verhältnisse schlecht gemacht werden. Das erleichtert es sehr, die Zukunft dann so darzustellen, dass sie besser werden wird. Dabei wird dann vergessen, dass die Verhältnisse als sie noch nicht als überholt angesehen wurden, nicht so schlecht waren, wie es nun – für die Zwecke der Veränderung – notwendig wird darzustellen. Die Vergangenheit der Organisation muss zugunsten der Change-Begründung viel schlechter gewesen sein, wie sie es war, als sie noch Gegenwart war.

Zugleich ist es natürlich so, dass die versprochene oder angestrebte Zukunft wenn sie erst Gegenwart ist, nie so schön und gut ist wie erhofft, und nie so frei von unbeabsichtigten Nebenwirkungen, wie geplant.

Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Changevorhaben einen schlechten Ruf haben. Würde man jedoch die Risiken in der Zukunft und die Vorteile des Bestehenden hervorheben, käme die Motivation für eine Veränderung nicht zustande. Der Umgang mit diesem Kommunikationsparadox ist für Organisationen grundsätzlich eine Herausforderung.