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Ausdrucksexperimente

Eine Möglichkeit den Selbstausdruck herauszufordern besteht darin, auf der körperlichen Ebene zu arbeiten. Hier bieten sich – je nach Beratungskontext und Klientenfeld – unterschiedliche Bündel von Möglichkeiten: Gesten und körperliche Aktionen wie Aufstehen, Tanzen, Singen, Töne machen, Brüllen, Kraft ausüben, Gongs schlagen etc.. Das mag sich für Leser, die so etwas nicht erlebt haben, merkwürdig anhören. Nichstdestoweniger kann diese Beratungstechnik gerade für Menschen, die eher vorsichtig, gehemmt, kontrolliert und voller innerer Normen sind, was sich gehört, ein Weg zu Selbstrepräsentanzen sein, die ihnen bislang verschlossen und unzugänglich waren. Wer sich wünscht im Meeting bestimmter aufzutreten und mit kraftloser, blasser und verhangener Stimme spricht, für den ist ein Experimentieren mit Lautstärke, mit Inbrunst oder Schärfe im Tonfall durchaus einen Versuch wert. Auch hier ist ganz entscheidend: Es geht überhaupt nicht darum – das wäre ein Beispiel, diese Technik ganz falsch anzuwenden – mit dem Klienten zu üben, lauter zu sprechen. Dann nimmt die Selbstüberforderung oder ein Pseudoverhalten zu. Sondern es geht darum, ihn Entdeckungen machen zu lassen, wie es ihm ergeht, wenn er das ausprobiert.



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