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Wirksamkeit

Wodurch entsteht Wirksamkeit?

Die Konzepte, die dafür entwickelt wurden, unterscheiden sich grundlegend.

  • Man kann auf das Individuum (Held) oder Strukturen (Gesetze) setzen,
  • man kann auf Wille (Einwirkung) oder auf Entwicklung (günstige Bedingungen schaffen) setzen,
  • man kann auf proaktive Handlung (Aktivität) oder auf Nutzen von Gelegenheiten (Warten) setzen,
  • man kann auf direkte Zweckverfolgung (Zielstrategie) oder auf indirekte Beeinflussung der Situation (Potenzialstrategie) setzen,
  • man kann auf das Gute (Lauterkeit) oder das Böse (Gerissenheit) setzen
  • man kann auf Konkurrenz (Gewinnen) oder auf Kooperation (Dialog) setzen,
  • man kann auf gegenwärtige Risiken (Investition) oder künftige Gefahren (Kapitalbildung) setzen

Die Liste ließe sich fortsetzen. Diese unterschiedlichen Konzepte implizieren sehr diverse Annahmen über die Welt, die Natur, den Menschen, die Gesellschaft. Wirksamkeitsideen sind gekoppelt an theoretische Unterscheidungen, an philosophische Setzungen. Im organisationalen Kontext wollen Manager wie Berater  Veränderungen bewirken. Daher kommt der Wahl der Strategie und der Mittel, deren Passung zur Situation, aber eben auch der Reflexion auf ihre impliziten Annahmen hohe Bedeutung, ja Brisanz zu. Kulturelle Unterschiede sind oft auch erkenntlich an unterschiedlichen Vorstellungen über Wirksamkeitsformen als auch deren Bewertung und Beleumundung.