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Top-Teams und Interaktionsmuster

Die Interaktionsmuster in Teams mit oft vielen Mitgliedern, die man gern metaphorisch als „Alpha-Tiere“ bezeichnet, geraten (leider) sehr schnell in dysfunktionale Formen. Es braucht hier ein bewusstes Gegensteuern im Hinblick auf diese problematischen Muster:

  • Die Teammitglieder lassen sich „in Ruhe“. Damit sind alle Synergieeffekte, die notwendige Komplexitätsbewältigung im Team sowie ein gemeinsames Wirken in die Organisation unmöglich.
  • Die Teammitglieder konkurrieren direkt und offen. Zu den oben genannten Punkten kommen dann ungünstige Positionskämpfe, Reibungsverluste, angesehene und nicht-angesehene Bereiche sowie Entscheidungsblockaden.
  • Die Teammitglieder konkurrieren indirekt und verdeckt. In diesem Fall entwickeln sich oft Muster, die von Misstrauen und Intrigenabwehr bei vordergründiger Freundlichkeit geprägt sind. Dadurch werden die Verhältnisse im Hinblick auf gemeinsame Steuerung der Organisation meist desaströs. Jeder inklusive der Direct-Reports sind eher mit eigenem Überleben beschäftigt.

Nicht selten müssen Mitglieder im Top-Team, die ja meist über Durchsetzungsstärke dorthin gekommen sind, erst dort – bisweilen mühsam – lernen, wie sie miteinander Interaktionsmuster aufbauen, die eben nicht (nur) Durchsetzen, sondern auch die Gegenpole Kooperation, offene Kritik und entscheidungsfördernde Spannungsregulation beinhalten.