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Theoriebezüge zur Konfliktdynamik

In die Ausformung dieser metatheoretischen Überlegungen zur Dynamik von Konflikten sind zunächst die Konzepte aus Psycho-, Team- und Organisationsdynamik eingeflossen. Die Systemtheorie N.Luhmanns bildet den gemeinsamen Boden.

Für das Verständnis der asymmetrische Struktur von Konflikten sind die Analysen und Herleitungen von F. Glasl für uns besonders erhellend, für die systemtheoretische Grundlegung F.B. Simon und für die autopoetische Systembildung von sozialen Konflikten ein Teil der Überlegungen von H. Messmer. Dessen Werk „Der soziale Konflikt“ ist merkwürdigerweise kaum bekannt, wiewohl seine Ansätze zur Systemtheorie des Konflikts aus unserer Sicht ein breites Interesse verdient hätten. Die Veröffentlichungen zur Friedensforschung der Autoren der FEST (Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft) sind seit 30 Jahren eine Quelle für Inspiration. Meinem Mentor und Lehrer C.F.v. Weizsäcker danke ich noch immer für so manche Gespräche zu dem Thema, das ihm immer wieder den Schlaf geraubt hat. Seine Sorgen um die Eskalationspotentiale sozialer Konflikte im Atomzeitalter waren mir immer eine Mahnung, das Thema gedanklich und praktisch im Blick zu behalten.

Im speziellen sind zahllose Anregungen zum Thema dem Harvard-Konzept, Marshall Rosenberg, Christoph Thomann, Randall Collins, Karl Kreuser, Gerhard Schwarz und Anita von Hertel zu verdanken.

Die kleine Literaturliste mit den genaueren Angaben findet sich (demnächst) hier.