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Teamsteuerung und Reflexion

Wenn Teams – wie alle Systeme – sich selbst organisierende Prozesse sind, dann stellt sich systemtheorietisch grundsätzlich auch hier die Frage, wie sich etwas „steuern“ oder – milder – beeinflussen lässt, das sich aus sich selbst heraus formt. Das wichtigste Mittel dazu ist die Reflexion, da sie es dem Team ermöglicht gezielt zu lernen. Ohne Reflexion geschieht, was geschieht. Mit Reflexion werden Alternativen gebildet („Wieder so oder diesmal anders?“). So können vorhandene (Entscheidungs-)Muster überprüft und verändert werden. Die Frage, ob man arbeitet (und nicht redet) oder ob man redet (und in der Zeit nicht am Ziel arbeiten kann), ist daher immer im Spiel. Dabei ist im Blick zu behalten, dass die Entscheidung, welche Teammitglieder in Reflexionsprozesse involviert sind (bisweilen ist es ja der Chef allein) einen wesentlichen Einfluss darauf hat, ob getroffene Entscheidungen in die Selbstorganisation des Teams einfließen. Ob, wann, wer, worüber und auf welche Weise die Verhältnisse reflektiert werden, bestimmt die Selbststeuerungsfähigkeiten und damit auch die Leistungsfähigkeit eines Team.