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Teams und die Bedürfnispole der Mitglieder

Die Psychodynamik der Bedürfnisse mit der ihr eigenen polaren Struktur beeinflusst zwangsläufig auch die Dynamik des Teamerhalts. Bedürfnispole können gesehen werden als Attraktoren, die musterbildend wirken (hier kann man Bezüge zur fraktalen Mathematik oder Mustertheorien entwickeln). Damit ist gemeint, dass sich ein Team um einen Bedürfnispol schart oder sich Mitglieder zusammen finden, die ähnliche Vorlieben in der Regulation ihrer Bedürfnisse haben. So entwickeln sich über eine gewisse Zeit dann „Nähe“-, „Distanz“-, „Freiheits“-, „Sicherheits“-, „Einzigartigkeits“- und „Zugehörigkeits“-Teams.

Diese Muster zu kennen und für sie sensibilisiert zu sein, ist für Teamberater oft sehr hilfreich. Lassen sich doch so schnell Hypothesen und Beobachtungsfoki bilden, die helfen können, Einseitigkeit und Fixierungen in der Regulation des Teamerhalts zu bemerken. Liegen solche Einseitigkeiten vor, gilt es sowohl darauf zu achten, ob dysfunktionale Phänomene auf Mitarbeiterseite damit einhergehen, als auch zu sehen, ob dieses Muster zu dem Erwartungspol seitens der Organisation passt. Hier lassen sich „wilde“ Kombinationen antreffen, die sowohl die Führung als auch die Beratung eines solchen Teams anspruchsvoll machen.



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