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Teamentwicklungstechniken zu Interaktionsmuster

Der Leitprozess Interaktionsmuster ist das klassische Feld in dem üblicherweise in Teamentwicklungprozessen gearbeitet wird. Die Hand- und Workshopbücher dazu sind endlos. Will man mit den hier herausgearbeiteten Prinzipien der Teamdynamik arbeiten, dann ist das Wichtigsten Techniken zu wählen, die auf Normativität („So schaut ein gutes Team und gute Kommunikation (etc. pp.) aus!“) zu verzichten.

Man kann auf Workshop allerdings sehr gut herausarbeiten, wie die Sanktionierungsmuster (erwünscht/unerwünscht) eines Teams sind:

  • Wer sanktioniert wen? Aus Antipathie, aus fachlichen Gründen, aus Konkurrenz, aus Angst, aus Pflichtgefühl, aus Normorientierung? Einseitig oder beidseitig? Alle auf einen oder einer auf alle?
  • Bei welchen Sachthemen oder Problemen werden Regeln, Normen und Werte ins Spiel gebracht? Wo spaltet sich das Team oder gerät in scharfe Konflikte?
  • Wann wir sanktioniert? Zeitnah oder verzögert, situativ oder mit Rabattmarken?
  • Wie wird sanktioniert? Offen oder verdeckt, im Zweiergespräch oder in der Gruppe, nüchtern oder aggressiv, mit Argumenten oder mit Beschämung? Mit Worten oder mit Blicken oder Taten? Mobbing? Isolierung? Pranger? Rückzug? Schweigen? Öffentliche Belobigung? Feiern? Hervorheben? Incentives? Ehrungen?
  • Wo wird sanktioniert?  Im Meeting oder in der Kantine, hinter verschlossener Tür oder in offener Runde?

Alle diese Fragen bzw. die Antworten darauf können in Teamentwicklungen auf ihre Funktionalität oder Dysfunktionalität – im Hinblick auf wen, was oder wann – untersucht werden. Dafür lassen sich wie oben gesagt eine Unmenge an Vorgehensweisen finden, deren Sinn oder Unsinn in der theoretischen Begründung ihres Einsatzes liegt.