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Sprache

Niemand kann selbst sprechen lernen. Sprache wird von anderen angeliefert. Ohne Sprache kein Denken, keine Reflexion, keine Bezeichnung von Unterschieden. Die Dynamik der Seele ist deshalb grundgelegt in ihrem Vermögen Sprache zu nutzen, um Wahrnehmungen zu bezeichnen und in die Kommunikation einzubringen. Sprache koppelt Kommunikation und Wahrnehmung aneinander. Das Vermögen Wahrnehmungen in sprachliche Form zu bringen ist sehr unterschiedlich ausgeprägt und als solches veränderbar. Wer etwas zu bezeichnen bzw. zu benennen lernt, hat sich schon verändert. Er kann ab sofort (leichter) mit anderen sein Erleben teilen, überprüfen, ob andere sein Erleben bestätigen oder ablehnen, er kann Informationen zur Verfügung stellen und das, worüber im sozialen System kommuniziert wird, anreichern. Für psychische Veränderungsprozesse ist deshalb neben der Erweiterung der Selbstwahrnehmung die Erweiterung der sprachlichen Kompetenz von hoher Bedeutung.