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Sachdimension von Sinn

Um zu kommunizieren, muss eine Auswahl getroffen werden: Über welches Thema soll gesprochen werden? Auch um zu wollen, muss man eine Auswahl treffen: Worauf möchte man seine Aufmerksamkeit richten? Was soll bearbeitet, gelöst, verändert, verbessert etc. werden? Soziale wie psychische Systeme wählen ununterbrochen Themen und Sachverhalte und schaffen damit (positiven oder negativen!) Sinn.

Themen und Dinge können miteinander verknüpft oder getrennt werden. Sind sie erstmal identifiziert, dann geben sie eine Richtung, stiften Orientierung: „Damit (und nicht hiermit) beschäftige ich mich nun!“. Diese Richtung lässt sich jederzeit wechseln: „Jetzt machen wir etwas anderes!“. Auch die Genauigkeit und Granularität mit der das Thema oder die Sache behandelt werden, lässt sich variieren und steuern: „Heute geht es mal nicht so genau mit dem Hausputz!“.

Die Orientierung an Sachen limitiert auch die Menge dessen, womit sich ein System beschäftigen kann. Gehandelt kann nur in der Gegenwart werden und diese ist bekanntlich kurz. Kaum aus der Zukunft angekommen ist sie schon wieder vergangen. Daher bestimmt die Wahl des sachlichen Fokus immer auch das, was unbearbeitet und unbesprochen bleibt.