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Organisierte Überlastung

Es gibt unendliche viele Möglichkeiten eine dauerhafte Überlastung einzelner Stellen in der Organisation verlässlich herzustellen:

  • Zu große Führungsspannen, zu viele zu bedienende Kommunikationsstellen (ein Bereichsleiter erzählte im Coaching von 42 Wochenstunden Pflichtteilnahme an Regelmeetings),
  • zu viele Abstimmungs- und Einbeziehungspflichten (ohne die keine Entscheidungen getroffen werden dürfen),
  • zu heterogene Kooperationspartner (die viel Zeit brauchen, um einander überhaupt zu verstehen),
  • zu viele Informationen (Emails!), deren Inhalte nicht mehr bewältigt werden können,
  • zu hohe Eigenkomplexität der Organisation, so dass man nicht mehr weiß, wer alles zuständig ist oder als kompetenter Gesprächspartner anzusprechen ist.

Das sind nur einige wichtige Beispiele für organisierte Überlastung und damit für einen Mangel an Entkopplung. Eine (oft notwendige) Erhöhung der Vernetzungsdichte im Umgang mit äußerer Komplexität braucht ebenso dringend Entkopplungsentscheidungen an anderer Stelle. Das wird oft übersehen und lässt sich am gegenwärtigen Hype um das Phänomen „Burn-out“ gut ablesen.