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Motivationsparadox im Team

Extrinsisches Motivieren demotiviert. Immer. Warum?

Erstens nutzt sich jede Form der Belohnung und Bestrafung ab. Beides wird (schnell) selbstverständlich. Bemerkt wird erst wieder das Ausbleiben bzw. die Verstärkung. Soziale Anerkennung und Wertschätzung ebenso wie Ausgrenzung und Abwertung innerhalb des Teams unterliegen ebenfalls Gewohnheitseffekten. Daher – das ist der eine Aspekt der Paradoxie – unterminiert Motivieren die Wirkung, die sie erzielen möchte.

Der andere Aspekt ist, dass etwas, was den einen im Team motiviert, dem anderen Angst macht: Der eine möchte hervorgehoben werden oder eine Möglichkeit bekommen sich hervorzutun, für den anderen ist das entsetzlich. Für den einen ist eine Verteilung der  Arbeitslasten im Team nach Leistungsfähigkeit motivierend, andere finden das vollkommen ungerecht. Auch hier: Was für den einen richtig ist, ist für den anderen problematisch. Dies macht in Teams Kommunikation und Reflexion über dieses Thema so notwendig und so problematisch, wenn man hier nach Regeln und Rezepten vorgehen will.