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Mikropolitik

Mikropolitik ist hier die Bezeichnung dafür, wo, wie, wann und wozu Teams (und Personen) ihre Interessen gegenüber anderen Teams (und Personen) bearbeiten. Eine Organisation ist immer auch eine Arena, in der Einfluss organisiert wird. In dieser Arena spielt jedes Team mit, ob es will oder nicht, ob es sich dessen bewusst ist oder nicht.

Die Regeln, Normen und Werte, die für das Spielen in dieser Arena gelten, bestimmen recht grundlegend, wie effektiv und und effizient die Interessensvertretung für die gemeinsamen Ziele erfolgt. Ob mit Autorität (= Sachargumenten), Führung (= Vertrauensangebote) oder Macht (=Kontrolle über zukünftige Ereignisse) operiert wird, hat weitreichende Folgen – auch für andere Leitprozesse.

Ob die gewählte Form der Mikropolitik den eigenen Zielen dienlich ist, die Gesamtziele der Organisation berücksichtigt, hinreichend viel Komplexität bearbeitet und die Folgen ihres Vorgehens in der Zukunft mitreflektiert, bestimmt wesentlich mit, ob das Team (oder die Person) sich oder anderen schadet oder nutzt. Deswegen ist für die Beratung von Teams eine Reflektion der mikropolitischen Lage (Arena, Akteure, Interessengemenge, Koalitionen, Gewinner-/Verliererdynamiken etc.) unerlässlich.