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Herbert Simon

Begrenzte Rationalität ist der von H.Simons geprägte Begriff. Seine Forschungen um das Entscheidungsverhalten und die Entscheidungsgrundlagen haben es hoffähig gemacht, die Meinung zu vertreten, dass Menschen nicht auf Basis vollständiger Informationen entscheiden. Man entscheidet, wenn man sich hinreichend sicher fühlt. Für den Beleg dieser Beobachtung erhielt Simon den Nobelpreis. Die Welt ist zu schnell, zu unübersichtlich, zu verworren, zu vielen Einflüssen ausgesetzt um umfassend kalkulieren zu können, welche Entscheidung sich am Ende lohnt. Man entscheidet, wenn man zufrieden ( engl. satisficed) ist.

Damit stellte Simon das Standardmodell der Ökonomie – dass Akteure rationale Wahlhandlungen auf Basis vollständiger Information treffen – in den Grundfesten in Frage. Die Psychologie wusste immer, dass das Unsinn ist. Menschen fürchten Verluste mehr als sie Gewinn anstreben, sie handeln oft um Ängste zu beruhigen, nicht um Ziele zu erreichen, sie haben unbekannte, unbewusste Motive. All das kam in der Ökonomie nicht vor und ist bis heute nicht zur Gänze rezipiert. Simons Beitrag, um diese fatale Illusion in Frage zu stellen, ist unerlässlich gewesen.