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Haltung und Fähigkeiten

Teams unterscheiden sich darin, ob sie die Zugehörigkeit zum Team eher daran knüpfen, ob man sich mag und sich als gleich schätzt sowie ähnliche Überzeugungen, Werte und Normen vertritt oder ob man eine spezifische Kompetenz und ein ausgewiesenes, verlässliches Leistungsvermögen ins Team einbringt (oder beides!). Kommt es auf die Haltung oder die Fähigkeiten an?

Sucht man nach Gründen, warum Mitglieder Teams verlassen (müssen) oder warum Neubesetzungen scheitern, wird man häufig feststellen, dass diese Unterscheidung eine Rolle gespielt hat. So verlassen ausgewiesene Fachleute, die das Team auch dringend braucht, schnell wieder den Job, weil sie nicht ankoppeln können an die familiäre Schonhaltung im Team. Andersherum fassen sozial kompetente Neue keinen Fuß im Team, weil sie nicht als Fachfrau oder -mann (an-)erkannt werden und ihnen alle kommunikative Kunst nichts nützt, um die Zuschreibung des Nicht-Könnens loszuwerden.

Hier sieht man, dass eine Analyse und Kenntnis des Interaktionsmusters hilfreich ist, um Entscheidungen über den Stil zu treffen wie die Teamgrenze zu gestalten ist. Eine den Kontext nicht berücksichtigende und sich nur an Stellenerfordernissen  orientierende Einstellungspraxis ist – so viel lässt sich in jedem Fall sagen – ein Vorgehen, das aus teamdynamischer Sicht in jedem Fall als ungünstig einzustufen ist.