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Familien-Struktur

Kombiniert man den Nähe-Pol, den Sicherheits-Pol und den Zugehörigkeits-Pol entwickeln sich Teams mit Familienstruktur. Diese sind geprägt von Gemeinschaftssinn und Zusammengehörigkeit. Man fühlt sich als Teammitglied – unabhängig von Leistung – aufgehoben und geschätzt. Der Mensch und weniger die Funktion oder die Kompetenz ist wichtig. Konflikte werden eher gemieden. Wenn Streit, hohe Leistungsanforderungen oder Flexibilität nötig sind, bekommen solche Teams Schwierigkeiten.

Rutschen solche Teams in extreme Ausprägungen, dann gerät die Nähe zum Fettnäpfchen-Laufen („So kannst Du doch mit mir nicht umgehen!“). Die Sicherheit wird zum Korsett („Bei uns ist das so, basta!) und Mitglieder, die von Teamregeln oder – normen abweichen, werden sanktioniert („Du benimmst Dich ja so, als ob Du gar keiner von uns wärst!“). Die übersteigerte Zugehörigkeit lässt Leistung unbedeutend werden. Im Organisationskontext ist dies nicht unbedingt günstig, weil ja die Minderleistung Einzelner im Team nicht zum Problem wird.

Man sieht – wie an vielen anderen Stellen dieser Theorie – dass Dysfunktionalität immer entsteht, wenn sich Systeme zeitstabil auf bestimmte Pole fixieren und damit Regulationskompetenz aufgeben.