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Auftragsklärung mit Teammitgliedern

Der formale Auftraggeber ist der Teamleiter als Vertreter der Organisation. Der soziale Auftraggeber hingegen ist das Gesamtteam. Dies muss sich auch in der Auftragsklärung widerspiegeln, indem die Teammitglieder sich so positionieren können, dass sie dem Teamentwickler ihre Ziele, Themen und Anliegen für einen Workshop vorab benennen können.

Die beste Möglichkeit dafür sind persönliche Vorgespräche (vergleichbar wie mit dem Teamleiter). Diese können individuell und einzeln, in Kleingruppen oder im gesamten Team stattfinden. Jedes Format hat Vor- und Nachteile. Oft ist es aber auch abhängig von den budgetseitigen Möglichkeiten sowie der zeitlichen oder räumlichen Verfügbarkeit der Beteiligten, wie es genau ablaufen kann. Telefon oder schriftliche Formen sind nur sehr schlechte Ersatzlösungen. Wichtig sind folgende Punkte:

  • Jedes Teammitglied sollte innerlich sagen können: „Diese Teamentwicklung ist (auch) meine Veranstaltung, in der (auch) ich meinen Interessen nachgehen darf und sollte!“
  • Die Gespräche dienen ganz wesentlich auch dem Vertrauensaufbau bzw. Mißtrauensabbau gegenüber der Veranstaltung Teamentwicklung als solcher oder gegenüber der Person des Beraters. Dabei geht insbesondere um die Glaubhaftigkeit seiner Allparteilichkeit bzw. Neutralität.
  • In Summe müssen die Gespräche und die fließenden Informationen es dem Berater ermöglichen, Hypothesen über die Interaktionsmuster, Zielbearbeitungs-, Teamerhalt- und Teamgrenzbearbeitstrategieen sowie die Teamreflexionsroutinen zu bilden. Hierfür braucht der Berater ein Gesprächsführungskonzept, eine Theorie, die ihm Auswertung und Mustererkennung ermöglicht und ein Konzept, wie er seine Erkenntnisse für das Team aufbereitet und ggf. zur Verfügung stellt.