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Arbeitsteam-Struktur

Kombiniert man den Nähe-Pol, den Freiheits-Pol und den Zugehörigkeits-Pol entwickeln sich Teams mit einer Arbeitsteam-Struktur. Diese sind geprägt von Vertrauen, Bezogensein, Flexibilität, Freude an der Zusammenarbeit und Leistungswillen. Der gemeinsamen Spaß an der Arbeit hat ebenso einen hohen Stellenwert. Es steht also nicht der Einzelne, sondern das Team im Vordergrund. Für viele Aufgaben in Organisationen sind solche Teams ausgesprochen funktional.

Daher gilt vielen dieses Interaktionsmuster als das Ideal für Teams. Das ist aber so nicht begründbar bzw. falsch. Schwierigkeiten bekommen solche Teams nämlich dann,

  • wenn sie Aufgaben bekommen, die sich durch einzelne Fachexperten besser erledigen lassen als durch Zusammenarbeit,
  • wenn die Organisation ein Interesse an Personalwechsel hat und niemand das Team verlassen möchte oder Neue sich schwer tun aufgenommen zu werden
  • und wenn sich alle begeistert und hoch identifiziert hinter einem Ziel oder einen Lösungsweg versammelt haben (gerade nach Teamentwicklungen!) und dann das Ziel verändert werden muss oder die Organisation die Lösung nicht mitträgt.

Geraten solche Arbeitsteams an die Pol-Enden, dann überlagert die übersteigerte Nähe die Aufgabenorientierung („Hauptsache wir haben es versucht!“). Die übertriebene Freiheit wird zur Orientierungslosigkeit (Heute so, morgen so.) und die Zugehörigkeit wird zum Selbstzweck („Hauptsache wir haben Spaß gehabt!“).