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Anpassung der Teamziele

Die notwendige Regulation der Teamziele hat eine Reihe von Folgen, die Führung und Beratung von Teams im Auge halten sollten.

Je weniger die Teammitglieder eigene, neue Ziele einbringen können, wollen oder dürfen, desto weniger anpassungsfähig ist das Team. Nur in wenig dynamischen und komplexen Umwelten sollte man daher den Leitprozess „Zielsetzung“ nur von Seiten der Organisation bzw. der Führungskraft her steuern.

Zwischen der sozialen und zeitlichen Dimension besteht ein Spannungsverhältnis: Je mehr die Zielsetzung untereinander reflektiert wird, desto länger dauert der Prozess („Rechts herum!!“ „Wieso?“). Andererseits ist die Identifikation aller mit dem gemeinsamen Ergebnis dann meist deutlich größer.

Jeder einzelne Teilschritt der Zielanpassung kann gestört sein: Es findet keine Variation der Ziele statt („Das war hier schon immer so!“), es findet keine Alternativenbildung statt („Jetzt lasst es doch gut sein!“), es wird nichts entschieden („Darüber haben wir doch schon so oft geredet!“) oder es kommt zu einer Dauerreflexion („Darüber muss nochmals gründlich nachgedacht werden!“).

Wenn Teams ihre Ziele (z.B. in Organisationen) nicht vorrangig selbst wählen, sondern vorgegeben bekommen, werden die Räume für die Aushandlungsprozesse der persönlichen Ziele der Gruppenmitglieder eng. Das stabilisiert einerseits das Team und reduziert andererseits die Komplexität und Kontingenz zu Lasten der Motivation der Mitglieder.