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Starensemble-Struktur

Kombiniert man den Distanz-Pol, den Freiheits-Pol und den Einzigartigkeits-Pol entwickeln sich Teams mit einer Starensemble-Struktur. Die Mitglieder brauchen das Team, um ihre Besonderheit zur Geltung bringen zu können bzw. sie sind etwas besonderes, weil sie diesem Team angehören („Die 3 Tenöre“, „American Allstars“). Jeder kann im Prinzip auch ohne das Team und ist auch allein (Distanz und Freiheit) ein Star.

Solche Teams kommen in Organisationen dann vor, wenn es auf hohe fachliche Kompetenz ankommt. Dies ist öfters der Fall im Vertrieb, in Forschung und Entwicklung oder in der Medien-, Mode- und Werbebranche sowie wissenschaftsnahen Einrichtungen und Innovationsfeldern.

In solchen Teams ist die Erwartung aneinander gering. Man verneigt sich wechselseitig vor der Großartigkeit der anderen, nutzt die anderen für eigene Zwecke und ist nett miteinander. Bei Konflikten ist der Ehrgeiz an diesen zu lernen eher gering.

Rutschen solche Teams in extreme Ausprägungen, dann gerät die Distanz zur Grandiosität („Jeder von uns kommt auch ganz allein zu recht!“). Die Freiheit wird zur Egozentrik („Jeder macht hier, was er will!“) und Einzigartigkeit führt zum Glauben an die „Unverwundbarkeit“ („Wir sind unschlagbar!“). Solche Teams sind wegen des geringen Zusammenhalts und wegen der chronischen Selbstüberschätzung immer in ihrem Bestand gefährdet.



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