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Körperliche Symptomatiken

Eine (indirekte und unbewusste) Form sich auszudrücken, können auch körperliche Symptome sein. Dieser Zusammenhang ist allerdings mit Vorsicht zu handhaben. Kurzschlussmässige und monokausale Verknüpfungen (z. B. „Diese Krankheit bedeutet diese oder jene seelische Thematik!“) sind eher eine anmaßende und dysfunktionale Diagnostik auf Beraterseite als eine hilfreiche Unterstützung für den Klienten. Trotzdem geschieht genau dies häufig. Aus metatheroretischer Sicht ist das unangemessen, da es eine Eindeutigkeit herstellt und behauptet, die der Überdeterminiertheit und Komplexität von Systemen nicht gerecht wird.

Dennoch lässt sich gemeinsam mit dem Klienten individuell erforschen, ob und was er mit der Migräne, den Magenproblemen, dem Bluthochdruck etc. zum Ausdruck bringen könnte. Getragen ist eine solche Suchbewegung von der Haltung: Das körperliche Symptom sagt etwas über Dich aus, was man herausfinden kann und es ist eine Antwort auf den Kontext, in dem Du bist oder warst. Mit dieser Herangehensweise wird die Symptomatik potentiell hilfreich, um zu einem plausiblen Verstehen zu kommen und das Symptom zu bejahen, statt es zu bekämpfen.



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