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Beschreiben des Erlebens

Wenn man kein Wort für bestimmte Formen des eigenen Erlebens hat, kann Selbstwahrnehmung nicht prägnant werden. „Irgendwie fühle ich mich schlecht!“, „Wie genau fühlt sich denn ’schlecht‘ an?“, „Ja, das kann ich gar nicht so genau sagen – schlecht halt!“. Dieser scheinbar fiktive Dialog ist sehr häufig zu erleben. Klienten brauchen oft Unterstützung, um ihr Erleben nicht oberflächlich zu bewerten (schlecht!), sondern es genau und mit eigenen Worten zu beschreiben. Manchmal geht das zunächst über Qualitäten: „Fühlt es sich hell oder dunkel, warm oder kalt, spitz oder stumpf, hart oder weich, eng oder weit, etc. an?“. Aber auch Empfindungsformen wie geborgen, abgekapselt, verloren, verwaist, zart, vorsichtig, pfiffig, leuchtend, erkaltet, neidisch, gierig, ausgelassen, verwegen, ohnmächtig, trostbedürftig, aufgeregt, verbittert, unterwürfig, niedergeschlagen, unverstanden, missbraucht, beschämt, zerrissen, neugierig, wütend, misstrauisch, zärtlich, schüchtern, rebellisch oder verwirrt müssen Klienten in ihrer Selbstwahrnehmung bezeichnen können. Wir haben für Ausbildungszwecke eine Liste von fast 800 solcher Wörter. Der deutsche Sprachschatz gibt das her.



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